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Invasion der Tablets: Das ist die iPad-Konkurrenz

6. September 2010

Von Brigitte Vordermayer

Digitale Zeitschriften lesen, bequem im Internet surfen und unterwegs Filme schauen – die digitale Elite schmückt sich seit April mit einem iPad. Monate galt das Tablet von Apple als einzig wirklich akzeptable Mischung aus Computer, eBook Reader und Mediaplayer. Doch auf der IFA bläst die Konkurrenz zum Gegenangriff.

Der Titelverteidiger: Das iPad von Apple

Schneller, höher, weiter: Das Samsung Galaxy Tab

Der wohl schärfste Konkurrenz dürfte das Galaxy Tab von Samsung sein. Bedienung und Menüführung sind der des iPads sehr ähnlich. Dazu hat man aber ordentlich Funktionen draufgepackt: Das iPad hat weder Foto- noch Videokamera, das Galaxy Tab besitzt beides. Das iPad unterstützt kein Flash, das Galaxy Tab schon. Mit dem iPad kann man nicht telefonieren, mit dem Galaxy Tab geht das. Neu ist auch das Tippverfahren „Swype“, bei dem Worte durch ein Wischen über die Tastatur erkannt werden. Samsung setzt auf ein kleineres Display als Apple, 7 statt 10 Zoll, da das handlicher sei. Und weil man beim Galaxy Tab versucht hat, das iPad in jeder Hinsicht zu übertreffen, muss der Nutzer auch tiefer in die Tasche greifen: Der Preis liegt bei 740 Euro.

Günstige Alternative: Das eTouch von elonex

Sparfüchse werden zum Beispiel beim eTouch von elonex fündig. Die britische Firma, die vor allem eReader herstellt, bringt im Herbst zwei iPad-Konkurrenten in 7 und 10 Zoll heraus. Wie das iPad besitzen sie keine Kamera und Telefonfunktion. Dafür kosten sie aber auch nur ein Drittel: Die teuerste Variante liegt bei 199 Euro.

Die Antworten aus Deutschland: WeTab und Interpad

Auch die deutsche Konkurrenz schläft nicht: Die WeTab GmbH will gemeinsam mit ihrem Technologiepartner Intel noch im September das erste Tablet veröffentlichen, das auf dem quelloffenen Linuxsystem MeeGo basiert. Der 12-Zoller verfügt über eine Webcam und kostet in der 3G-Variante etwa 450 Euro.

Zu einer der kleinsten Firmen auf der IFA gehört das junge Start-Up-Unternehmen e-noa. In Kooperation mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen bringt die Kölner Firma Ende November das erste deutsche Android Tablet auf den Markt. Wie das iPad kommt diese HD-Version ohne Kamera aus. Im Gegensatz zum Apple-Gerät unterstützt es aber kein UMTS. Der bereits fürs Frühjahr angekündigte Nachfolger wird jedoch mit Kamera und Mobilfunknetzzugang ausgestattet sein.

Alle springen auf den Tablet-Zug auf

Auch Archos, Toshiba, Pocketbook und viele andere Hersteller wollen am Tablet-Boom teihaben. Während die einen vor allem auf günstigere Preise als das Apple-Vorbild setzen, versuchen andere mit erweiterten Funktionen zu punkten.  Das voraussichtlich 2011 erscheinende Tablet von Telefunken soll dank Polfilter-Display sogar 3D-fähig sein. Einige Hersteller setzen auf Windows 7, die meisten nutzen aber Googles Android 2.2. Viewsonics Tablet Viewpad 100 hat sogar beide Systeme (allerdings nur die Android 1.6-Version) an Bord. Was überrascht ist, wie ähnlich alle Herausforderer dem iPad sehen – sowohl was das Gerät als auch was die Menüführung betrifft. Zumindest in diesem Bereich scheint also keiner der Hersteller Verbesserungsvorschläge zu haben.

6 Kommentare leave one →
  1. Franziskus permalink
    6. September 2010 13:46

    Stelle mich freiwillig zum Testen zur Verfügung. Tablets bitte einfach an xxx verschicken. Danke liebe Hersteller.

    • brigittevordermayer permalink
      6. September 2010 14:26

      ich geb den vorschlag mal weiter 😉 … aber die frage ist ja: was erwartet ihr denn von einem tablet? lieber 7 oder 10 zoll, telefonfunktion ja oder nein? – sprich soll das tablet das Telefon letztlich ersetzen, oder immer nur eine Ergänzung sein?

      • Mandy permalink
        6. September 2010 17:09

        Ich verstehe die Tablet-Euphorie generell gar nicht. Ich hab ein Handy zum telefonieren und maximal noch unterwegs surfen, das is klein, handlich und passt in die Hosentasche. Wenn ich länger unterwegs bin und eh ne Handtasche mitnehme, kann ich da auch mein aktuelles Buch reinpacken. Und wenn ich in Urlaub fahre und da bloggen, eBooks lesen und surfen will nehm ich mein Netbook mit. Wofür brauch ich ein Tablet (ich kaufe ein „T“ und lasse mir damit das Frühstück ans Bett bringen, dann fände ich das auch sinnvoll)

  2. Franziskus permalink
    6. September 2010 18:22

    Ich finde den neuen Weg vom Samsung Galaxy eigentlich sehr vielversprechend mit 7 Zoll, handlich genug um in jede Tasche zu passen und doch weniger nervendes Rumgescrolle als beim IPhone, was das Surferlebnis doch auf jeden Fall verbessern sollte.
    @ Mandy und genau dein angesprochenes Netbook sollen sie eben ersetzen, also für jemanden wie mich, der solch eines bisher nicht besitzt eine durchaus schöne und angenehm nutzbare Alternative. Wenn jetz auch noch die Android 2.2 Funktionen von ihren Kinderkrankheiten befreit werden, kann Apple sich auf ernstzunehmende Konkurrenz gefasst machen. *hust*

  3. Franziskus permalink
    6. September 2010 18:24

    Und natürlich Telefonfunktion ja, aber letztlich doch als zusätzlich nutzbares Hardware-Tool, um die Smartphone-Bedienung angenehmer zu machen.

  4. Max permalink
    7. September 2010 13:09

    Also bei diesen Pad-PCs, so will ich sie mal nennen, muss unbedingt auf jeden Fall die Möglichkeit dabei sein, von überall ins Internet zu kommen. Also UMTS, 3G oder wie das heutzutage alles heißt 😉
    Ich will das Ding doch überall mit hinnehmen und nicht nur zu Hause vom Sofa über WLAN surfen. Dafür gibts nun wirklich bessere Lösungen.

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