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Haus mit Köpfchen – die nächste Runde

3. September 2011

von Christine Donath

Kühlschränke, die neue Milch bestellen, wenn die alte leer ist. Fernseher, die melden, dass die Waschmaschine fertig ist. Das ist Smart Home – und das ist wirklich schlau. Ein vernetzter Haushalt, der seinen Bewohnern allen Komfort bietet. Alte Idee – neue Verpackung. Ob diese schöne, neue Welt bessere Chancen hat?

Intelligente Vernetzung

Ganz am Anfang steht zuerst einmal das Smart Grid. Hierbei handelt es sich um ein intelligentes Netz, das Stromerzeuger außerhalb des eigenen Haushalts untereinander verbindet, so dass sie miteinander kommunizieren. Das Smarte daran: Es misst, wann wie viel Strom produziert und verbraucht wird. Wird viel Energie eingespeist und wenig genutzt, sind die Strompreise niedriger. Für private Haushalte bedeutet dies: Passen sie die Nutzung einzelner, vor allem stromfressender, Geräte an diesen Rhythmus an, können sie sparen. So wäscht die Waschmaschine also lieber abends oder nachts, weil dann die Preise besonders niedrig sind.

Aber wie kann ich als Endnutzer nun überprüfen, wie hoch mein tatsächlicher Verbrauch ist? Für diesen Zweck gibt es das Smart Meter, das als digitaler, intelligenter Stromzähler an die Stelle der mechanischen Ferraris-Zähler tritt, die bisher im Großteil der Haushalte verbaut sind. Es zeigt den exakten Stromverbrauch an und schickt, falls erwünscht, die Daten auch an einen PC, an ein Panel in der Wohnung oder in Zukunft auch an mobile Endgeräte. So kann jeder seinen Stromverbrauch überwachen und notfalls anpassen.

Sinn und Unsinn von Smart Home

Zugegeben, diese beiden Dinge sind ein relativ alter Hut. Seit 2010 sind intelligente Stromzähler nach dem Energiewirtschaftsgesetz für Neubauten bereits vorgeschrieben. Anders das Smart Home. Das ist derzeit noch mehr Wunschtraum als Realität. Ein Haus, das „denkt“: Monitore schalten sich von alleine aus und ein, je nachdem, ob man den Schreibtisch verlässt oder zurückkommt. Der Ofen macht das Essen warm, wenn man auf dem Weg nach Hause ist.

Erst gemeinsam sparen Smart Grid, Smart Meter und Smart Home wirklich optimal Energie und Geld. Aber das kann auch Probleme machen. Soll die Waschmaschine waschen, weil einfach keine Unterhosen mehr da sind – egal ob der Strom gerade billig ist – dann muss das umständlich einprogrammiert werden, und nicht jeder besitzt die Fertigkeiten dazu.

Damit das Smart Home funktionieren kann, muss es natürlich auch erst einmal eingebaut werden. Laut Hersteller kann das zwischen 10.000 Euro und 30.000 Euro kosten. Der Kauf energieeffizienter Geräte ist da wesentlich billiger und bietet ebenfalls eine recht ansehnliche Energieeinsparung. Wem es also nur darum geht, Kosten zu sparen, der braucht das auf Komfort ausgelegte Smart Home nicht. Es bleibt abzuwarten, ob diese Technologie sich innerhalb der nächsten Jahre durchsetzen kann.

One Comment leave one →
  1. 6. September 2011 16:10

    Richtig Sinn macht das ganze erst beim Thema Energie sparen. Alles andere ist doch eh nur Spielerei. Bei elektronischen Heizkörperthermostaten, Fentserschließern und Heizkörpern ist das Smart Home allerdings ganz weit vorne. Mich hätte mal eine Aufstellung der Einsparpotentiale interessiert? Problematisch ist auch noch der Preis des Spaßes. Sicher nichts für den Ottonormalverbraucher…

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