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Datenübertragung per Licht

4. September 2011

von Marcel Vogt

LED-Leuchten statt Kabel oder Funksignal – das klingt verlockend. Auf der IFA gibt es das schon jetzt. In etwa fünf Jahren soll jeder die Technik problemlos zu Hause nutzen können. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten.

Die Anwendung im eigenen Haus

In etwa zwei bis drei Jahren werden in großen Industrieunternehmen wahrscheinlich schon Datenmengen hin- und herleuchten, so schätzen die Entwickler vom Fraunhofer Heinrich Hertz Institut. Aber auch „wohnzimmerreif“ kann die Technik werden. Die Datenübertragung soll mit einem Fotoempfänger in USB-Größe funktionieren. Die Daten werden wohl durch das häusliche Stromnetz zur LED-Leuchte fließen. Außerdem sollen spezielle Adapter die direkte Übertragung vom Computer zur Lampe ermöglichen. Die Kosten für das komplette Starterpaket dürften unter hundert Euro liegen.

Die Datensicherheit

Die Datensicherheit ist genauso hoch wie bei WLAN-Systemen auch. Die WPA-Verschlüsselung funktioniert auch bei LED-Übertragung. Für hundertprozentige Sicherheit kann man allerdings nur sorgen, wenn man alle Rollläden schließt.

Störfaktoren

Das Licht muss direkt auf den Empfänger einstrahlen. Wenn man sich im Raum bewegt und das Licht dabei nur indirekt auf den Empfänger fällt, sinkt die Datenrate rapide. Genauso, wenn man das Licht dimmen möchte, weil man es eigentlich nicht braucht. Von 100 Mbit pro Sekunde bleiben dann nicht viel mehr als zehn übrig.

Ein weiteres Problem sind andere Lichtquellen, die stark und gerichtet auf den Empfänger strahlen. Ein Einsatz im Garten bei Sonnenschein ist also genauso unmöglich wie die Benutzung bei starkem Scheinwerferlicht.

Kein WLAN-Nachfolger

Die LED-Datenübertragung kann und soll die Funktechnik nicht verdrängen. Sie ist als sinnvolle Ergänzung gedacht.

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