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Schöner Ausblick für Gamer?

6. September 2011

von Christine Donath

Games über eine Brille zocken – das gab es schon in den 90ern mit dem gefloppten Virtual Boy, der damals 3D beherrschte (und Kopfschmerzen). Seitdem gab es  immer wieder Versuche, das Spielen über eine 3D-Videobrille besser zu gestalten. Drei Modelle haben wir auf der IFA getestet.

Die Vuzix Wrap 920VR

Obwohl im Internet positive Meldungen über die Vuzix Wrap 920VR vorherrschen, wirkten in unserem Test die Farben und Bewegungen auf dem Display verrauscht und flackerten. Auch nach exakten Einstellungen auf das eigene Sehverhalten war es nicht sehr angenehm, länger auf den Bildschirm zu schauen. Sehr schade, denn die Begeisterung für diese Brille zu teilen, wäre nur zu schön gewesen. Rein technisch lässt sich sagen, dass die Vuzix Wrap 920 nicht HD-fähig ist, aber dafür VGA und Composite-Anschlüsse und auch einen Composite-Adapter für iPhone und iPod besitzt, somit also an Laptops und Smartphones angeschlossen werden kann. Die beiden LC-Displays selbst simulieren einen 67-Zoll-Bildschirm aus drei Metern Entfernung und bieten eine Auflösung von 640×480 Pixeln – bei VGA 1024×768 Pixel. Brillenträger sollen die Vuzix Wrap 920 bequem tragen können. Falls dem doch einmal nicht so ist, können die Bildschirme per Regler an die jeweiligen Dioptrin-Werte angepasst werden, solange diese zwischen -5 und +2 liegen. Der Ton wird in Stereo über zwei In-Ear-Kopfhörer vermittelt. Head Tracking, also die Integration der Kopfbewegung ins Spiel, wird unterstützt. Insgesamt wirkt der Preis von ungefähr 400 Euro nicht gerechtfertigt.

Die Cinemizer OLED-Videobrille

Der Prototyp des Carl Zeiss Cinemizer OLED (Organic Light Emitting Diode – Organische Leuchtdiode) versteckt sich ganz unscheinbar beim 3D Innovation Center. Im Gegensatz zur Vuzix Wrap 920VR bietet er auf seinen zwei Bildschirmen eine Auflösung von 1280x 720 Pixel (HD) und sowohl HDMI- als auch VGA- und Composite-Anschlüsse. Somit können beispielsweise auch bequem Filme auf dem Laptop oder dem iPhone abgespielt werden. Die Displays simulieren einen 45-Zoll-Bildschirm aus zwei Meter Entfernung und bietet  Stereosound aus zwei In-Ear-Kopfhörern. Der Cinemizer OLED unterstützt ebenfalls Head Tracking. Beim Test saß die Brille zwar sehr bequem und die Farben waren kontrastreich und satt, aber dennoch wies der Bildschirm ein leichtes Flackern auf, was durch das Herunterdrehen des 3D-Effektes etwas abgemildert werden konnte, aber dennoch schade ist. Auch wirkte das Bild weniger so, als würde man auf eine Leinwand sehen, sondern einfach nur klein. Es fehlt das Raumgefühl. Trotzdem steckt in dieser Brille durchaus Potential. Wird die Software noch verbessert, hat man eine kompakte und leistungsfähige Videobrille. 2012 soll das Serienmodell auf den Markt kommen.

Die Sony Videobrille HMZ-T1

Klarer Sieger ist die Sony HMZ-T1. Auch wenn sie einen holprigen Namen hat, von allen Videobrillen am klobigsten aussieht und daher wohl eher schon als halber Helm bezeichnet werden kann – die Leistung kann wirklich überzeugen. Zwei OLED-Displays mit einem Durchmesser von jeweils 0,7 Zoll sollen dem Nutzer ein Sehgefühl geben, als befände er sich vor einem 750-Zoll-Bildschirm in zwanzig Meter Entfernung. 1280×720 Pixel Auflösung für jeden der beiden Bildschirme tun ihr übriges. Die Farben sind klar, nichts flackert oder rauscht, und 3D funktioniert einwandfrei. Brillenträger versicherten ein angenehmes Tragegefühl. Obwohl das Gerät das größte der Testprodukte war, lag es ungeahnt leicht auf dem Kopf, was wohl auch daran liegen mag, dass es mit einem Kunststoffband am Hinterkopf befestigt wird und sich das Gewicht dadurch verteilt.  Ton wird nicht Mono, nicht Stereo, nein, sogar in simuliertem 5.1. Dolby Surround Sound geboten. Die Kopfhörer liegen dabei angenehm weich auf den Ohren. Aber auch diese Brille hat ihre Makel: Der größte von allen ist wohl der, dass sie kein Head Tracking unterstützt. Sie ist mit ihren 800 Euro definitiv die teuerste von den drei getesteten und auch nur HDMI-kompatibel. VGA oder Composite-Anschlüsse sucht man hier vergeblich. Viele Laptops, Smartphones und andere Geräte werden also nicht unterstützt. Und nicht jedem mag es gefallen, sich die Brille erst umständlich am Kopf befestigen zu müssen.

2 Kommentare leave one →
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  1. So long! 1.000 Antworten der IFA « TecWatch-Blog

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