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Alles wird smart? Wir haben’s diskutiert

1. September 2012

von Tarek Fetih

SmartPhone, SmartTV, SmartHome. Wie viel intelligente Steuerung braucht oder will der Mensch? Darüber haben die TecWatch-Blogger Anna und Max mit Experten diskutiert. In der Podiumsdiskussion über „das intelligente Haus zum Anfassen“  klärten sie auf, zeigten den Stand der Technik, sowie Vor- und Nachteile des „Smart Living“.

Immer wieder wird das smarte Heim neu vorgestellt. Natürlich auch auf der diesjährigen IFA. Trotzdem ist es noch nicht weit verbreitet. Warum sollte man ein intelligentes Haus bewohnen? – Die Diskussion kreiste um drei Kernbereiche:

  • Komfort
  • Sicherheit
  • Energie

Komfort

Die Welt wird immer vernetzter. Was einst mit Rechner und Internet daheim oder im Büro begann, ist durch Smartphones, Tablets, Connected Cars mobil geworden. Aber trotz Cloud bleibt das eigene Heim der Lebensmittelpunkt . Da ist es für manchen wichtig, dass er der Familie Fotos von unterwegs auf den Fernseher schicken kann.  Bei Jörg Welke, dem Bewohner eines Effizienzhauses in Berlin-Charlottenburg, hat die intelligente Steuerung der kranken Katze geholfen. Beim Kurztrip mit dem Elektroauto war die Aufladesäule am Zielort defekt, sodass der Strom für die Rückfahrt fehlte und er ungewollt übernachten musste.  Per Smartphone sperrte er dem Nachbarn die Tür auf, damit der die Katze füttern konnte. Andererseits beschwerte er sich über komplizierte Programmieroberflächen für Rolläden und Beleuchtung.

Sicherheit

Intelligente Sensoren belüften das Haus richtig, Rauchmelder warnen vor Bränden, Alarmanlagen schützen vor Einbrechern. Sämtliche an das System angeschlossene Geräte lassen sich per Smartphone überwachen und fernsteuern.  Man kann dadurch also immer sicher gehen und überprüfen, ob man wirklich den Herd ausgeschalten hat. Andererseits könnten sich auch Kriminelle ins Systeme hacken. Deswegen mahnte Johann Peter Pfeifer, auf jeden Fall eine Firewall zu installieren. Dann, so der Sprecher des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, sei das eigene Haus aber sicher geschützt.

Energie

Durch Kontrollsysteme lässt sich Energie sparen. Überflüssige Geräte werden ausgeschaltet. Der „Smart Meter“ (Intelligenter Zähler) kann neben dem aktuellen Verbrauch auch zeigen, wann der Strom gerade günstig ist. Dafür fehlen aber oft die entsprechenden Tarife.

Kritiker befürchten, dass diese „Smart“-Technologien, in der jedes Gerät vernetzt ist, mehr Strom verbrauchen als sie einsparen sollten. Effizienzhausbewohner Jörg Welke erzählte: „Mein Smart TV verbraucht im Jahr mehr als meine Waschmaschine, mein Kühlschrank und meine Spülmaschine zusammen.“ Und Carsten Kröning von DieTech GmbH stellte die provokative Frage: Was passiert eigentlich, wenn in den Plattenbau-Siedlungen von Berlin-Marzahn alle Bewohner gleichzeitig das Elektroauto an die Steckdose hängen?

Es reicht also nicht aus, nur an einem Punkt auf den Energieverbrauch zu achten. Es muss ein Weg gefunden werden, die Energie regenerativ zu erzeugen, den Verbrauch sinnvoll zu regulieren und den Strom sparsam zu verwenden. Nur durch dieses Zusammenspiel aller Beteiligten – vom Stromkonzern über den Gerätehersteller bis zum Endverbraucher – kann die Energieeffizienz nachhaltig verbessert werden.

Es geht also nicht nur darum, Geräte zu vernetzen – auch die Entwickler, Hersteller, Handwerker und Kunden müssen gut miteinander kommunizieren, damit das Smart Home am Ende wirklich eine intelligente Lösung ist.

Mehr zum Thema Smart Home im TecWatch-Blog:

Video: Smart Living schon heute

Video: Das Haus mit den schlauen Haushaltsgeräten (2011)

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