Skip to content

Dünner, leichter, schneller – OLED

3. September 2012

von Maximilian Gerl

In den Ausstellungshallen von Samsung, LG und Sony tobt das Effektgewitter. Lichtblitze, 3D-Illusionen, kinoreifer Sound, Fernseher an allen Seiten und in jeder Ecke ziehen die Besucher in Massen an. Als wahrer Magnet entpuppt sich dabei eine ganz neue Kategorie an TVs. Ihre Besonderheit: Sie sind nur wenige Millimeter dick – und damit dünner als ein Bleistift.Möglich macht’s die sogenannte OLED-Technologie. Die ist nicht wirklich neu, sondern wird schon seit geraumer Zeit in Smartphone-Bildschirmen verbaut. Neu ist aber, dass die Technik nun auch bei Fernsehern Einzug halten soll. Bei OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) sind alle Pixel selbstleuchtend und müssen nicht wie bei klassischen LEDs künstlich beleuchtet werden. Das ermöglicht eine geringere Bautiefe der TVs und garantiert verbesserte Kontraste. Außerdem verfügen OLEDs übere kürzere Reaktionszeiten – Bilddarstellungen erfolgen schneller, Bewegungen sind damit deutlicher.

Die neusten OLED-Fernseher von LG

Samsung und LG sind momentan in der Entwicklung am weitesten. Die Hersteller greifen aber auf unterschiedliche Techniken zurück. LG nutzt die einfachere Variante und schickt weiße Pixel durch einen Farbfilter. Dadurch lassen sich die Geräte günstiger herstellen. Allerdings kostet der Farbfilter zusätzliche Energie und das Bild erscheint erste einmal dunkler und muss dann wieder aufgehellt werden. Samsung hingegen emittiert die Farben direkt und ohne Filter. Der Nachteil daran ist, dass blaues Licht kurzwelliger und nicht so langlebig ist wie zum Beispiel grünes oder rotes. Theoretisch kann es also zu falschen Farbdarstellungen kommen.

Obwohl die OLED-Technologie noch nicht ausgereift ist, wird an ihr kein Weg vorbeiführen. Panasonic und Sony kooperieren bereits und wollen die Entwicklung gemeinsam vorantreiben. OLEDs sparen Energie und stellen das Bild besser dar. Außerdem lassen sie sich günstiger fertigen, sowie dünner und leichter bauen. Geräte um die 30 und 40 Zoll sind bereits auf dem Markt. Die ersten 55-Zoller (1,39 Meter in der Bildschirmdiagonale) sollen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft folgen. Für das Effektgewitter ist dann auch auf den heimischen Mattscheiben gesorgt.

Mehr zum Thema TV-Geräte im TecWatch-Blog:

Noch schärfer als die Wirklichkeit: 4 K-Fernseher

XXL-Fernseher fürs große Wohnzimmer

No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: