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Wer bin ich?

5. September 2012

von Hedwig Unterhitzenberger

Gesichtserkennung  – eigentlich ein alter Hut, doch vor allem durch Facebook heiß diskutiert. Eine vielversprechende Anwendung ist Fast Access Pro, ein Programm für jeden Windows-Laptop oder Desktop-Computer zur persönlichen Identifikation.

Verbesserte Software zur Gesichtserkennung

Mit dieser Software von Sensible Vision kann sich der User lästige und knifflige Passwörter sparen. Denn sie erfasst das eigene Gesicht – man loggt sich ein, buchstäblich in einem Augen-Blick. Die Technologie funktioniert laut Christoph Jechlitschek von intel einwandfrei seit gut einem halben Jahr. Bei schlechter Beleuchtung dauert die „face recognition“ höchstens länger. Falls man gar nicht erkannt wird, kann man aber immer noch ein Passwort eingeben. Ebenso lerne das Programm dazu und älter werden sei kein Problem, so Jechlitschek. „Die Lebensdauer von Ultrabooks begrenzt sich sowieso nur auf rund drei Jahre“, erklärt er. „Und stark verändert man sich in dieser Zeit nicht.“ Ob dies nun für ein Zwillingspaar in Frage kommt, konnten wir auf der IFA nicht testen. Laut Hersteller ist Fast Access Pro sicherer, zuverlässiger und besser als die zwei Jahre alte Vorgängerversion, über die es in Online-Foren Beschwerden gab. Und man kann es auch nicht mit einem Foto austricksen.

Wie funktioniert es?

Wie genau läuft Gesichtserkennung ab? Die Kamera nimmt ein Bild von mir auf, errechnet markante Merkmale und ordnet mich durch Vergleichen meinem Benutzerprofil zu. Man unterscheidet zwischen „face detection“ und „face recognition“. Bei „face detection“ erkennt das Programm nur, dass dort irgendein Mensch steht. Bei  „recognition“ erkennt es genau, um wen es sich handelt. Das kann man dann mit verschiedenen Befehlen verknüpfen, zum Beispiel der Kamera sagen: „Zeig mir an, wo sich Personen im Foto befinden.“ Oder: „Knipsen, wenn ich vor der Linse bin.“ Oder aber: „Du löst nur noch aus, wenn du ein lächelndes Gesicht siehst.“ Obwohl ich ja selbst genug Verstand besitze, um das festzustellen, verfügt nahezu jedes aktuelle Aufnahmegerät über solche Funktionen. Beim Fernseher gibt es andere Anwendungen: Mit Hilfe der Körpergröße und der Konturen kann ein Sensor auf das Alter des Zuschauers schließen. Ist er zu jung für eine Sendung, verweigert der Flimmerkasten den Zugriff.

Ein weiterer Bereich der Gesichtserkennung ist Gaming. „Die Technologie ist schon so weit, dass sie dich und deinen australischen Freund als Personen identifizieren kann und beiden vorschlägt, miteinander übers Internet zu spielen“, erzählt Adrian Bialas von Sony.

Schattenseiten beim Datenschutz

Wenn ich mich jedoch mit meinem Gesicht einlogge, ist es allerdings vorbei mit falschen Identitäten bei Facebook, anonymem Surfen oder sonstigen privaten Schutzmaßnahmen, mit denen man bisher die datensammelnden Firmen austricksen konnte. „Natürlich wäre es theoretisch möglich, dass Hersteller das Nutzungsverhalten der Kunden kontrollieren“, sagt Bialas. Dann muss man auf die Datenschutzbestimmungen setzen – oder die Faschingsmaske oder den Schönheitschirurgen.

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